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Philosophie
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Philosophie des Weines

 

 

Mein lieber Vater Richard wurde 96 Jahre alt und trank jeden Tag mindestens ein Viertele Trollinger oder Chianti.
Er bestätigte damit was heute in vielen medizinischen Studien bewiesen ist:

“Rotweintrinker werden 6 Jahre älter als der Durchschnittsmensch“

Schon Julius Cäsar war klar, daß er seine Legionen nur über die Alpen schicken konnte, indem er sie zwang am Tag mindestens
1 Liter Rotwein zu trinken, dies natürlich mit Wasser vermischt, - also als Schorle - , da damals der Wein noch zähflüssiger und hochprozentiger war. Sie brachten auch den Weinanbau zu uns. Im Rotwein sind ca. 1200 verschiedene Mineralien, Vitamine, Proteine usw. enthalten; das wohl wichtigste Teil ist „Resveratrol“ welches die Lebenszeit verlängert und nachweislich vor Krankheiten schützt, ständig werden noch mehr biologische Funktionen entdeckt. Im Weißwein sind immer noch ca. 800 der obigen Stoffe enthalten, so wird der Weißweintrinker ca. 4 Jahre älter als der Durchschnitt.

Da der Mensch zuerst das Trinken lernt sollten wir uns an den Spruch halten:

Trink Dein Wein mäßig mit Genuss, Saufen bringt Dir nur Verdruss.“
Platon“ (427-347 a. D.) schrieb:

Wein, mäßig genossen, ist eine Arznei die Alter verjüngt, den Kranken gesund und den Armen reich macht.


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Auch die Schriften des “Hippokrates“ vor 2400 Jahren bezeichnen bereits Wein als:

  • leicht resorbierbare Nahrung für Genesende
  • narkotisches Analytikum bei Ischias und Kreislaufstörungen
  • als Desinfiziens bei Darmerkrankungen und Wundbehandlungen
  • als Schlaf- und Beruhigunsmittel sowie bei Kopfschmerzen.

Als Württemberger und damit als Schwabe aufgewachsen, war wohl bei mir schon in der Muttermilch Trollinger, diese nur in Württemberg angebaute Rebsorte. Trollinger stammt eigentlich aus Tirol und der dortige Vernatsch ist ihm ähnlich.
Wir hatten einen Weinberg in Heilbronn und bekamen zur Weinlese 2 Tage „schulfrei“.
Mein Onkel „Eduard“ war Direktor der staatlichen (ehemals königlichen) Weinbauschule in Weinsberg.
Dort wurden unter anderem Weine wie der “Kerner“ ( benannt nach dem Arzt und Philosphen Dr. Justinus Kerner), sowie der Dornfelder (benannt nach dem kgl. Cameralverwalter Immanuel Dornfeld) gezüchtet. Daher kommt wohl auch mein Hang zum Wein und das Wissen darüber. Und natürlich die Liebe zu Württemberger Weinen, dem „Ländle der Qualitätsliebhaber“ wie man an vielen dort hergestellten Produkten sieht. Basierend auf der Stärke seiner ca. 80 Winzergenossenschaften und vielen Selbsterzeugern produziert man hierWeine auf über 11.300 Hektar (ohne eingebauten Kopfschmerz) und geniesst davon auch ca. 60 % selber. Im 18. Jahrhundert lag der pro Kopf Genuß von Weinen bei 150Litern pro Jahr. Heutzutage ist es wohl weniger, jedoch haben Politiker wie Dr. Theodor Heuss und Dr. Lothar Späth ihre Reden immer mit Unterstützung eines oder zweier VierteleWein geschrieben. Daß die Mostwaage zum Messen des spezifischen Gewichtes des süßen Traubensaftes durch den Schwaben Ferdinand Oechsle erfunden wurde verwundert hier niemand.

Weitere Anbaugebiete werden folgen und bis dahin leben Sie bitte fröhlich mit den Worten von “Louis Pasteur“:
"Der Wein kann mit Recht als das gesündeste und hygienischte Getränk bezeichnet werden."